Wir haben keinen ausführlichen Bericht, wollen aber doch ein paar Eindrücke von unserem Pizzaabend LA VITA BELLLA auf dieser Seite hinterlassen.
In grosser Runde haben wir uns Anfang September bei Eduardo Beltrami in dem in der Mitte Knonaus 1908 erbautem Haus getroffen. Leider liess es das Wetter nicht zu, dass wir im grossen Garten sitzen konnten.
Die eingeladenen Männer fühlten sich sichtlich wohl, es war ein geselliger und gemütlicher Abend. Für das leibliche Wohl war in mehr als ausreichendem Mass gesorgt, wie auf den Bildern zu sehen ist.
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Dir Einladung für die nächste Veranstaltung kommt in Kürze…
Die Einladung der Männersache Knonau zur Schlossbesichtigung
in Knonau rief ein riesiges Interesse hervor, bis zur letzten Minute kamen noch
Anmeldungen der schliesslich 35 Teilnehmenden.
Möglich gemacht hatte dies der heutige Schlossherr, Jörg
Wolfgang Prinz von Sachsen-Coburg undGotha Herzog zu Sachsen, der
unserer Anfrage nachkam.
Er begrüsste die Männer bei einem Apéro unter den vermutlich
ältesten Platanen der Schweiz und informierte über die lange und wechselvolle
500jährige Geschichte des Schlosses. Es wurde im Grenzgebiet des Kantons Zürich
als Schutz gegen die Zentralschweiz errichtet. Auf der einen Seite die
protestantischen Truppen, auf der anderen Seite die katholischen. Es war die
Zeit der Schlacht bei Kappel, bekannt ist die Geschichte der Kappeler
Milchsuppe, der entsprechende Milchsuppenstein erinnert daran.
Anfangs war das Schloss gut gesichert, mit 8 m hohen Mauern
und einem Wassergraben. Dieser führte jedoch zu einer Geruchs- und Mückenplage
und wurde bald darauf zugeschüttet. In der Zwischenzeit „flohen“ die
Landvögte und nahmen Quartier im heutigen Pfarrhaus.
Die Knonauer Landvögte hatten die Blutshoheit, die
Gerichtsbarkeit im Knonauer Amt und waren für das Eintreiben der Steuern
verantwortlich, des Zehnten, der dann in Zürich abgeliefert wurde.
Die Ahnentafeln aller 13 Vögte sind heute noch im Schloss
vorhanden, der erste und bekannteste war der Vogt Meyer. Für die Bevölkerung
gab es je nach Vogt bessere und schlechtere Zeiten. Im Knonauer Amt wurden in
der Zeit der Hexenverfolgung etwa 300 Hexen hingerichtet!
Nach so viel interessanter Geschichte, wurde das Schloss und
die Orangerie in Augenschein genommen. Das Erdgeschoss enthält eine Fülle an
Möbeln, Gemälden (u.a. das des Vogtes Meyer), Jagdausrüstungen und- Trophäen
und vielen Büchern aus der damaligen Zeit. Das Treppenhaus wurde erst später
angebaut und der Eingang von der Nord- auf die Südseite verlegt. Ansonsten ist
alles im Originalzustand, was eine ständige umfangreiche Instandhaltung
notwendig macht. Momentan fehlen beispielsweise die alten, originalen
Fensterläden.
Das Schloss wurde kurzzeitig auch für ganz andere Dinge
genutzt: Poststelle, Gaststätte und sogar eine Nervenheilanstalt.
Die Orangerie wird heute für Konzerte und Feiern genutzt.
Nach der umfangreichen Besichtigung stärkten sich die Teilnehmer bei Getränken und Würsten im Pfarrhaus und liessen zusammen den Abend ausklingen.
Am 26. März fand der offizielle Winterausklang der Männersache Knonau
statt: wir besuchten die Skifabrikation in Malters. In der grössten und
ältesten Skifabrik der Schweiz werden seit 1935 Ski produziert, das
Produktionsgebäude wurde regelmässig erweitert, insbesondere in den letzten
Jahren. Wurden vor wenigen Jahren noch 40 000 Paar Ski pro Jahr hergestellt,
sind es inzwischen 60 000.
Daniel Baumgartner empfing uns und gab uns zunächst einen kleinen Überblick
über die Fabrik und den Aufbau der Ski. Der Pistenski beispielsweise besteht
aus 10 einzelnen Schichten: verschiedene Kunststoffe, Gewebe, Aluminium und
natürlich Furnier aus verschiedenen Hölzern. Die einzelnen Schichten sind teilweise
nur einen Zehntel Millimeter dick, die Leimschichten werden in Mikrometer
gemessen. Jede einzelne Schicht muss einzeln vorbereitet, zugeschnitten und
teilweise mit Harzen oder Klebstoffen getränkt werden. Alle Klebstoffstränge
zusammen ergeben unvorstellbare 2 km Leim.
Inklusive Kanten- und Spitzenschutz und verschiedenen Einlagen besteht ein
Ski aus 26 Teilen. Und diese gibt es je nach gewünschten Fahreigenschaften in
unzähligen Ausführungen. Hier kommen Schweizer Präzision und Liebe zum Produkt
zusammen.
Wir liefen wohl gegen 2 Kilometer durch die Produktion, um so ziemlich
jeden der 144 nötigen Handarbeitsschritte zu sehen. Besonders interessant war
die eigentliche Skimontage. Wir konnten komplett verfolgen, wie eines der
täglich produzierten 288 Paar Ski von einem gelernten Skibauer (ein Lehrberuf!)
zusammengebaut wurde. Sorgfältig wird eine auf die andere Schicht und die
Kanten montiert. Danach kommt der Ski in eine der riesigen Pressen, in denen er
fast einen Tag lang unter Druck ein spezielles Wärmeprogramm bis hinauf zu 140
°C durchfährt. Durch unzählige Stempel wird der Ski in eine bestimmte Form
gebracht , um verschiedene Vorspannungen zu erzeugen. Dadurch bietet der Ski
schweren und leichten Fahrern die jeweils besten Fahreigenschaften. Jeder
einzelne Stempel wird dabei vom Skibauer auch basierend auf dessen Erfahrung
individuell eingestellt.
Zuletzt werden die Ski in mehreren Arbeitsgängen geschliffen: Die
Oberseite, damit das für jeden Typ unterschiedliche Design aufgebracht werden
kann, die Unterseite und die Kanten für hervorragende Fahreigenschaften. In der
Kontrolle schliesslich werden die nach Grösse und Vorspannung passenden Ski zu
Paaren zusammengestellt und auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie verpackt
werden und in den Versand kommen.
Insgesamt benötigt die Herstellung eines Skis 18 Tage, bis er die Fertigung
verlassen kann.
Zum Abschluss wurden wir noch darauf hingewiesen, wie wichtig Skiservice
und die richtige Behandlung der Laufflächen sind. Am besten im Frühjahr
nach der Skisaison, damit der Ski in gutem Zustand und durch eine Wachsschicht
geschützt, den Sommer gut übersteht und uns in der nächsten Skisaison wieder
Freude bereitet.
Es war eine unglaublich interessante, aber lange „Skitour“ . Wir 9 Männer
haben uns abschliessend in der „Old Brewery“ in Malters gestärkt und
interessante Biere probiert. Danke an die Mannschaft der Skifabrik für die
eindrückliche Führung!
Nachdem es uns im September zur Grillznacht im Schützenhaus Knonau so gut gefallen hat, starteten wir das neue Männersache-Jahr hier mit einem Raclette-Plausch. Mit fast 20 Männern passten wir nicht an einen Tisch; so war es ein sehr gemütlicher Abend mit zünftigem und feinem Raclette und angeregten Gesprächen an 2 Tischen. Vielen Dank an unsere Gastgeber Jürg und Urs.
Am Mittwoch 24.10.2018 trafen sich 17 Männer zur Veranstaltung der
Männersache Knonau in Zürich Altstetten um sich das Spital der Züge
anzuschauen.
Wir wurden von Daniel begrüsst, der uns nach der obligatorischen Sicherheitsweinweisung und Einführung das Werk zeigte. Das gesamte Bahngelände wurde in den letzten Jahren komplett umgestaltet. Die SBB Werkstätten haben Platz freigeben für viele Startups, die jviele neue Technologien auf diesem Gelände entwickeln. Die Werkstätten selbst wurden modernisiert. Nach Anlegen der Schutzkleidung, orange Schutzwesten und -brillen, ging es los. Wir konnten die weltweit einzigartige, in Dresden gebaute Dreh-Verschiebeeinrichtung in Aktion erleben, die einen 40 Tonnen schweren Wagen vom Gleisanschluss zum Reparaturplatz transportierte. Auch 100 Tonnen schwere Loks kann diese Anlage transportieren. Früher wurden die Züge über getrennte Dreh- und Schiebevorrichtungen in die Werkstatthalle gebracht. Heute geschieht dies in einem Arbeitsgang. Die Platzverhältnisse zwischen der Bahnlinie von Zürich HB nach Altstetten sind begrenzt. Deshalb müssen die Waggons verschoben und anschliessend in die richtige Richtung gedreht werden, um in die Halle gefahren zu werden. Zwölf Waggons können dort gleichzeitig repariert werden. Während einfache Reparaturen an mehreren Orten in der Schweiz durchgeführt werden, finden alle Grossreparaturen in Zürich Altstetten statt. Spätestens nach 14 000 km ist ein Service fällig. Elektrik, Leittechnik, Klimaanlagen, Bremsen, Räder und Achsen werden überprüft und bei Bedarf instand gesetzt. Entsprechend vielseitig sind die Berufe der hier Beschäftigen. An jedem Platz können die Waggons mit Spannung , Druckluft und Wasser versorgt werden, um sämtliche Funktionen zu prüfen. Die nötigen Materialien werden über ein Kanban-System zur Verfügung gestellt, um immer alles Nötige bereit zu haben. Auch Unterlagen werden immer mehr elektronisch bereit gestellt. Während in einer Halle die Waggons repariert werden, ist eine andere Halle den Lokomotiven und Triebwagen vorbehalten. Wir konnten eine Lokomotive aus der Nähe betrachten, den Führerstand genau inspizieren und uns auch auf dem Dach umsehen. Interessant war vor allem, dass es für verschiedene Geschwindigkeiten ausgelegte Stromabnehmer gibt, je nach Einsatzbereich. Während die Lokomotive selbst 100 Tonnen wiegt, beträgt die Kontaktkraft vom Pentograf zur Stromleitung erstaunlich niedrige 7 kg. Trotzdem waren die Abnutzungserscheinungen am Stromabnehmer deutlich zu sehen. Da wir in unserer Gruppe einen Lokführer dabei hatten, gab es viele weitere interessante Informationen. Nach der Besichtigung ging es nach Schlieren ins Restaurant Amadeus, wo wir uns ausführlich bei Schnitzel und Apfelstrudel über das erlebte austauschen konnten.
15 Männer trafen sich beim Beck in Knonau.
Nachdem wir uns bei der letzten Veranstaltung mit der Robotik beschäftigt hatten, ging es diesmal um KMU im Knonauer Amt und um Handarbeit.
In 2 Gruppen konnten wir die Bäckerei Iten besichtigen. Mit 30 Mitarbeitern gehört sie schon zu den grösseren Kleinbetrieben. Mitten im Dorf gelegen sind die Platzverhältnisse jedoch beschränkt. Dennoch hat die Bäckerei das dreifache Backvermögen vergleichbarer Betriebe, denn jede Ecke ist genutzt.
In der Sandwichküche werden jeden Morgen ab 2:30 Uhr ca. 35 verschiedene Sorten Sandwiches für den Tag vorbereitet. Jeder Bereich hat einen eigenen Raum. Neben der Sandwichküche sind dies die Backstube und die Patisserie.
Die Standardmehlsorten sind im Keller in 3 Silos gelagert, welche zusammen 8000 kg fassen, und werden von dort in die Backstube gepumpt. Heute ist die Zusammensetzung des Mehls konstant. Früher und auch heute noch teilweise bei Spezialsorten, musste der Backprozess über mehrere Runden der Mehlqualität angepasst werden. Weitgehend werden Maschinen eingesetzt, vieles wird jedoch noch von Hand zubereitet. Auch der Teig für bestimmte Brotsorten, wie zum Beispiel das Steinofenbrot oder der Alte Fritz, wird von Hand geformt und gestaltet. Seit einigen Jahren verarbeitet die Bäckerei Iten auch UrDinkel-Mehl, welches in Knonau auf der Baregg bei Andreas Mohni angebaut wird und die Grundlage für das Knonauer UrDinkel-Brot bildet. Die Nachfrage nach diesem Mehl übertraf die Erwartungen. Nach einem halben Jahr war die erwartete Jahresmenge verkauft und es musste Mehl zugekauft werden. Inzwischen gibt es nocheinen weiteren Buernhof in Knonau, der UrDinkel anbaut.
UrDinkel erfordert eine besondere Aufmerksamkeit. Es ist ein so genanntes IP-Suisse Produkt, dessen Wachstum nicht durch chemische Mittel gesteuert werden darf. Es wächst viel höher als moderne Getreidesorten und ist damit wetterabhängiger. Beim Mahlen in der Mühle erfordert es zudem eine zusätzliche Behandlung, nicht jede Mühle ist dazu ausgerüstet. Und schliesslich wird es auf eine besondere Art gebacken.
Während bei unserer Besichtigung die eine Gruppe die Bäckerei erkundete, wurde die jeweils andere Gruppe am Backtisch mit dem Verzieren von Gebäck selbst aktiv. Im Anschluss gab es bei warmen Wetter vor der Bäckerei einen Apéro mit feinem Knonauer Brot und Baguette. Die interessanten Gespräche mit Andreas Iten und Andreas Mohni dauerten bis in den späten Abend. Dann löste sich die Runde auf, wir konnten unsere Lebkuchen und jeder ein feines UrDinkelbrot mit nach Hause nehmen. Ein Teil der Männer wechselte noch zum Public-Viewing in die Stampfi, um den Einzug der Schweiz in den Achtelfinal der Fussball-WM mitzuerleben.
Die aktuelle Veranstaltung der Männersache Knonau vom Mittwoch, 18.04.2018, wurde von einem Lego-Roboter eröffnet, der den Referenten Andreas Breitenmoser vorstellte, welcher in der Schweiz und den USA an verschiedenen Universitäten auf dem Gebiet der Robotik tätig war. Andreas schaffte es in 90 Minuten den Bogen zu spannen von den Grundlagen der Robotik und deren Anwendungen bis hin zum gesellschaftlichen Einfluss. Bereits vor fast 5000 Jahren gab es die ersten Ansätze zur Robotik. Wir erinnern uns an die ersten Roboter vor ca. 50 Jahren, doch die Hardware war noch nicht ausreichend leistungsfähig, damit sich die Technik hätte durchsetzen können. Uns begegnen solche Roboter täglich. Hauptsächlich in der Produktion, jedoch auch beispielsweise in Asien als Hilfe in Pflegeheimen, … Aber was ist tatsächlich ein Roboter? Ein Gerät, das in der Automobilbranche immer dasselbe Teil von links nach rechts legt? Oder die Waschmaschine, welche Wasserqualität, Verschmutzungsgrad und Energiekosten beim Waschen berücksichtigt? Oder die Drohne, die selbstständig Stromleitungen inspiziert oder Felder düngt? Oder das Hörgerät, welches direkt mit Fernseher kommuniziert? Roboter agieren selbstständig, treffen Entscheidungen und treten mit der Umwelt in physischen Kontakt. Roboter sind nicht nur in Fertigungsstrassen zu finden, sondern inzwischen auch im Haushalt, in Pflegeheimen, in der Medizintechnik und bald auch auf Baustellen. Auch Asimovs aufgestellte Robotergesetze werden wieder aktuell. Dieser hat sin seinen Science Fictions festgehalten, dass Roboter sich nie gegen einzelne Menschen und die Menschheit als Ganzes richten dürften. Dies wird auch heute bei der Entwicklung berücksichtigt. Doch wenn Roboter bei Disaster Response Operations eingesetzt werden können, sind auch militärischen Anwendungen denkbar. Inwieweit hilft dies der allgemeinen Entwicklung, und wann kommt man mit den Leitsätzen von Asimov in Konflikt? Die Forscher messen sich international in Wettkämpfen, in denen ihre Geschöpfe gegeneinander antreten um Türen und Schleusen zu öffnen und zu schliessen, Auto zu fahren oder Salto zu schlagen. Es ist ein ungewohnter Anblick, wenn ein humanoider Roboter das Lenkrad eines Autos bewegt, und das nicht nur im Film, sondern auch in der Realität. Es gibt also viele Vorhersagen für interessante Entwicklungen, doch solche über 40 Jahre hinaus gelten als reine Spekulation. Auch die rechtliche Komponente gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Schuldfrage beispielsweise bei Unfällen ist noch nicht abschliessend geklärt. Hier müssen Regelungen geschaffen werden. Der Abend der Männersache Knonau begann beim Apéro mit Gesprächen der Teilnehmer mit dem Referenten und endete mit der Vorführung von einigen Robotermodellen und weiteren mehr als eine Stunde andauernden interessanten Diskussionen mit den rund 30 Anwesenden.
Es war ein gemütlicher Abend im Kerzenschein mit Versteigerungen! Die Männersache Weihnachtstüten enthielten jeweils die Zutaten für eine ausgiebige winterliche Bierverkostung, etwas Technik (Männer! 😉 ), Erinnerungen an unsere Veranstaltungen (Destillerie Etter) und Gutscheine von Geschäften aus unserem Dorf (Kraut und Rosen, Weinhandlung Uva-Eva Schiess und Bäckerei Iten – an dieser Stelle noch einmal Danke für die Unterstützung!)
Viel Andrang am Hau den Lukas Stand, den Teilnehmern hat es Spass gemacht. Es war viel Kraft nötig, um den Lukas mit dem schweren Hammer zu schlagen und möglichst viele Punkte zu erreichen. Belohnt wurde dies mit Schoggi und Nüssen, was besonders die Kinder freute. Am Abend wurden die Tagessieger gekürt. Für die Erwachsenen gab es einen Männersache- Adventskalender, für die Kinder die entsprechende jugendtaugliche, aber trotzdem gleichgrosse Variante.
Dr. Zollinger, Fachexperte vom Forensischen Institut Zürich, nahm am 22. November 50 Männer in der Stampfi Knonau mit auf Spurensuche. Was ist der Unterschied zwischen einem Krimi im Fernsehen und in der Realität? Im Krimi ist ein Fall in Stunden oder wenigen Tagen gelöst. In der Realität werden für einen Fall durchschnittlich in 3 Monaten benötigt, mitunter sogar Jahre, wenn Nachuntersuchungen notwendig werden oder ein Fall in die Berufung geht Aber wer möchte schon solange vor dem Fernseher sitzen? Im Film besteht das Ermittlungsteam aus wenigen Allroundern, in der Praxis hingegen aus vielen Spezialisten. Wichtige Basis der Arbeit sind DNA- und immer noch Fingerabdruck-Datenbanken. Mithilfe dieser gespeicherten Daten gibt es jährlich jeweils ca. 2000 Treffer! Auch deshalb ist die Spurensuche so wichtig. Oftmals sind jedoch viele Spuren bereits vernichtet, bis die Polizei vor Ort eintrifft. Trotzdem gibt es am Tatort immer noch unzählige Spuren aus denen die Spezialisten aufgrund ihrer Erfahrung die erfolgversprechendsten auswählen können. In der Schweiz gab es früher 250 Einbrüche pro Tag, inzwischen ist die Zahl auf ungefähr 150 gesunken. Davon werden nur ca. 15% aufgeklärt. Das Problem ist, dass es bei Einbrüchen im Gegensatz zu anderen Straftaten keinerlei Verbindungen zwischen Opfer und Täter gibt, und wenn der Täter nicht schon registriert ist, gleicht die Spurensuche der Suche einer Nadel im Heuhaufen. Einige Zuhörer bestätigen, dass sie selbst schon Einbrüche haben erleben müssen. Nach der Suche und Sicherung der Spuren ist deren Ursprung zu sichern und sind Sachbeweise daraus abzuleiten. Die Spurensuche ist vielseitig. Sie kann in einer so genannten Messi-Wohnung erfolgen, auf einer Strasse nach einem Unfall oder im Wald nach einem Flugunfall. Oft ist die Zeit begrenzt, eine Autobahn kann man schwierig für Stunden sperren. Häufig findet man auch Spuren, die nichts mit dem Vorfall zu tun haben. Täter versuchen vielfach, den Tatort oder die Tatwaffe zu reinigen, schaffen damit aber eher neue Spuren. Bei Bränden werden Spuren oft vernichtet, aber auch hier bleiben Spuren zurück, die mit heutiger Technik ausgewertet können. In der Schweiz wie auch in allen anderen europäischen Ländern dient die Arbeit der Kriminalisten zur Identifizierung der Täterschaft und auch der Entlastung von Unschuldigen, während letzteres in anderen Staaten keine Rolle spielt. Dr. Zollinger hat uns den Beruf des Kriminalisten sehr anschaulich geschildert. Für ihn ist es der spannendste Beruf, den ein Naturwissenschaftler ausüben kann. Schliesslich zeigte er uns noch an einem realen Beispiel den Weg vom Tatort bis hin zur Lösung eines verzwickten Falles.