Einladung | Fussball, ein Blick hinter die Kulissen

Die Männersache Knonau lädt wieder in die Stampfi in Knonau  ein. Diesmal ist es ein spannender Vortrag im kleinen Teilnehmerkreis.

Für das sportliche Thema konnten wir einen ausgewiesenen Fachmann gewinnen:

Alfred „Fredy“ Bickel ist ein ehemaliger freischaffender Journalist und Fussballmanager. Seit 1992 war er in verschiedensten Funktionen (Sportchef, Präsident, Pressechef, Trainer, Geschäftsführer) für bekannte Fussballclubs wie FCZ, GC, BSC Young Boys, SK Rapid Wien u.a. tätig. Während seiner Zeit bei GC wurde er auch als Delegierter bei der UEFA eingesetzt.

Seit letztem Jahr amtet er als Präsident des FC Affoltern a.A. und ist zusammen mit seiner Partnerin Regula Esposito Pächter und Geschäftsführer des „Weissen Rössli“ in Mettmenstetten.

Ort: Stampfi Knonau (Stampfistrasse 8)

Termin: Mittwoch,  15.04.2026; 19:30 Uhr

Kostenbeitrag: 20 CHF

Vortrag, anschliessend gemütliches Beisammensein

Da die Plätze begrenzt sind, ist diese Veranstaltung nur für Newsletter-Abonnenten geöffnet.

Anmeldung diesmal einfach per Mail: Bitte schreibt uns bis spätestens 08. April 2026 an MaennerSacheKnonau@gmx.ch

Partner oder Kinder sind auch willkommen (teilt uns bitte die Anzahl der Teilnehmer mit).

Ruedi, Peter und Mirko
Männersache Knonau

Rückblick | Neujahrs-Raclette-Plausch 2026

Zum inzwischen sechsten Mal trafen wir zum Neujahrs-Raclette-Plausch im Knonauer Schützenhaus. 

Ein grosses Dankeschön an unseren wunderbaren Gastgeber Jürg – wie immer grossartig!

Er verwöhnte uns mit feinem Chäs und allem was natürlich zum Raclette gehört bis zu Wiisswii, kühle Bierli und …!

Auch nach dem Raclette gab es noch viele gute Gespräche, Lachen und Geselligkeit – ein perfekter Start ins neue Jahr.

Es war ein sehr gemütlicher Abend. 

Rückblick | Künstliche Intelligenz im Alltag verständlich erklärt

Wie KI unseren Alltag verändert–von Siri bis ChatGPT

Am Mittwochabend, 8. Oktober 2025, wurde der Gemeindesaal Knonau zum Treffpunkt für alle, die sich für das Thema Künstliche Intelligenz (KI) interessieren–oder einfach neugierig waren, was es mit ChatGPT, Netflix-Empfehlungen oder selbstfahrenden Autos auf sich hat.

Im Rahmen der MännerSache Knonau trafen wir uns zu einem öffentlichen Vortrag, der nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam und verständlich war. Andreas Käser vom Büro für KI nahm uns mit auf eine Reise durch die Welt der künstlichen Intelligenz–ganz ohne komplizierte Fachbegriffe, dafür mit vielen anschaulichen Beispielen und einem Augenzwinkern.

Von Schachcomputern bis Sprachassistenten

Nach der herzlichen Begrüßung durch Peter startete der Vortrag mit einem Blick zurück: Wie alles begann–vom legendären Dartmouth Workshop 1956, über IBMs Schachcomputer Deep Blue, der 1997 den Weltmeister Garri Kasparow schlug, bis hin zu Siri, dem erstenSprachassistenten auf dem iPhone. Ein besonderes Highlight war die Geschichte vonChatGPT, das 2022 in nur fünf Tagen die Marke von einer Million Nutzerinnen und Nutzern knackte–ein echter Meilenstein in der KI-Entwicklung!

KI im Alltag–mehr als nur Science-Fiction

Im zweiten Teil wurde es ganz praktisch: Andreas Käser zeigte uns, wie KI längst in unserem Alltag angekommen ist–oft, ohne dass wir es merken. Ob Rechtschreibprüfung, Routenplanung, personalisierte Werbung, Streaming-Empfehlungen oder sogar automatisierte Einkaufslisten–KI ist überall. Auch das Thema autonomes Fahren wurde angesprochen–ein spannender Ausblick auf die Mobilität der Zukunft.

Verstehen, wie KI denkt

Ein zentrales Thema war die Unterscheidung zwischen diskriminativer und generativer KI. Während die eine Daten analysiert und einordnet, kann die andere sogar neue Inhalte erschaffen–Texte, Bilder, Musik oder Videos. Anhand von Beispielen wie GPT-4 oder Google Gemini wurde erklärt, wie diese Systeme funktionieren und welche Datenmengen (Stichwort: 140 Millionen Bücher!) und Rechenleistung dafür nötig sind.

Chancen nutzen–Risiken erkennen

Natürlich kamen auch die kritischen Seiten nicht zu kurz: Was passiert, wenn KI mit einseitigen Daten trainiert wird? Wie können wir sicherstellen, dass sie fair und transparent bleibt? In der Schweiz nutzen bereits über sechs Millionen Menschen KI-Tools–sei es zum Übersetzen, Schreiben, Bearbeiten von Bildern oder zur Unterstützung im Berufsalltag. Umso wichtiger ist es, sich mit den Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologien auseinanderzusetzen

Drei Tipps für den Alltag mit KI

Zum Abschluss gab Andreas Käser den Gästen drei einfache, aber wichtige Empfehlungen mitauf den Weg:

  1. Informationen hinterfragen und verifizieren
  2. Datenschutz ernst nehmen
  3. Neugierig bleiben und dazulernen

Ein gelungener Abend mit regem Austausch

Nach dem Vortrag wurde bei einemBier oder anderem kühlen Getränk noch lange diskutiert, gelacht und weitergefragt. DieMännerSache Knonau bedankt sich herzlich bei Andreas Käser für den spannenden Input–und bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und die tolle Atmosphäre! Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung–und wer weiß, vielleicht ist dann schon eine KI dabei, die uns die Getränke bringt 😉


    Rückblick | Sommerplausch

    Liebe Männer

    Am 27. August trafen wir uns in der Beiz „Sternen“ oberhalb von Mettmenstetten zum Essen, Trinken und Reden. 

    Das Wetter wurde pünktlich vor unserem Anlass viel freundlicher und so konnten wir auf der Terrasse sitzen und einen wunderbaren Blick über die Landschaft geniessen.

    Viele Grüsse 

    Neujahrs-Raclette-Plausch

    Die erste Männersache Knonau Veranstaltung 2025 findet gleich im Januar statt:

    Nach einem Jahr Pause laden wir wieder ein zu unserem traditionellen Racletteplausch im Schützenhaus.

    Termin: Mittwoch, 22.Januar 2025 18:30 Uhr

    Apéro, Raclette und Gemütliches Beisammensein
    Kosten: 25 CHF (ohne Fleisch und Getränke, vor Ort zu zahlen)

    Ort: Schützenhaus Knonau
    Schützenhausstrasse 3, Knonau

    Anmeldung bis spätestens Sonntag, 19.01.2025 (aber am besten noch heute 😀)

    Also möglichst gleich anmelden!

    (oder Mail (MaennerSacheKnonau@gmx.ch) oder Telefon (079 469 7236) geht aber wie sonst auch)

    Über weitere Planung für 2025 werden wir dann im Schützenhaus informieren.

    Bilder vom letzten Racletteplausch findet ihr hier

    Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit, ein Frohes Fest und kommt gut ins Neue Jahr 2025.

    Viele Grüsse
    Ruedi, Peter und Mirko
    Männersache Knonau

    Rückblick | 10 Jahre MännerSache Knonau: Neuauflage der Besichtigung der Brauerei Baar

    Braui Führer Janick begrüsste die Anwesenden, und gemeinsam startete man mit einem interessanten Film und einer Einführung in die Geschichte der Brauerei. Fasziniert lauschten die Teilnehmer, wie die Brauerei seit über 150 Jahren handwerklich gebrautes Bier herstellt, dabei grossen Wert auf traditionelle Braukunst legt und nur hochwertige Zutaten verwendet.

    Der Sage nach begann alles vor vielen Jahrhunderten in einer Zeit voller Wunder mit den bierbrauenden Erdmandli, bis schliesslich die Menschen 1862 die Brauerei am heutigen Standort gründeten. Damit ist die Braui eine der ältesten Familienbrauereien der Schweiz. 1902 übernahm die Familie Buck aus Ulm die Brauerei und führt diese bis heute in der 5. Generation.

    Anhand des Auf und Abs der Produktionszahlen kann man gut die Geschichte ablesen, nämlich Zeiten der Kriege, des Schweizer Bierkartells usw. Die Brauerei wurde derweil ständig erweitert und modernisiert. Heute werden erstaunliche 22 000 hl (2,2 Millionen Liter) Bier produziert. Der hierzu benötigte Strom stammt zu 30% von der eigenen Solaranlage, das wichtige Brauwasser aus der Baarer St. Martinsquelle. Die Braugerste für die Spezialsorten kommt aus dem Umland, auch von einem Feld unmittelbar neben der Brauerei.
    Die Gerste wird in einer Mälzerei zu Malz verarbeitet, welches dann zusammen mit dem Wasser in den Maischekessel gelangt. Täglich werden dort zweimal 70 hl Sud erzeugt.

    Hier begann auch der praktische Teil der Führung. Die Männer erfuhren viel über die verschiedenen Malze, die den Geschmack und die Farbe des Bieres bestimmen, beispielsweise karamellisiertes Malz für das Amber, Röstmalz für das schwarze Höllbier. Mit dem Herumreichen verschiedener Malze beantwortete Janick auch die ersten aufkommenden Fragen der Männer.
    Das Basismalz sorgt für den ausreichenden Zuckergehalt für die spätere Gärung. Nach 1 bis 1,5 Stunden Stehenlassen werden die festen Bestandteile der Maische entfernt, der Brauer nutzt dabei die Schwerkraft. Auf einem Sieb am Boden des Läuterbottichs werden die so genannten Spelzen und andere festen Bestandteile zurückgehalten, während der Sud zurück in die Würzepfanne fliesst. Bei einer Brauerei  dieser Grösse dient ein Kessel sowohl als Maischebottich als auch als Würzepfanne.
    Nun wird das Bier bis zu 2 Stunden gekocht. Dabei wird der Hopfen zugegeben: der Bitterhopfen zum Anfang des Prozesses, der Aromahopfen hingegen später.
    Hopfen ist eine Cannabispflanze, wächst bis zu 30 cm täglich, und insgesamt bis zu 7-8 m hoch. Dabei wächst sie immer rechtsdrehend um eine Schnur. Weder Hopfen noch Gerste wachsen in ausreichender Menge in der Schweiz. Der Hopfen kommt daher überwiegend aus der Hallertau in Bayern, dem grössten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt.
    Der Sud nimmt nun zum Klären im Whirlpool und Abkühlen den Weg nach oben bis unter das Dach des Sudhausturms. Die Männer hingegen gingen den entgegengesetzten Weg, nämlich 2 Etagen hinunter in den Keller zum Ende des Gärprozesses, zu den Gärtanks. Später kamen sie jedoch auf die übersprungen Abschnitte des Bierweges zurück.

    Nach einer Woche Hauptgärung kommt das Bier in die 53 Lagertanks der Braui bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Hier sind die Männer froh um ihre mitgebrachten Jacken.
    Das gesamte Gelände der Brauerei ist unterkellert. Hier ruht das Bier, insgesamt etwa eine halbe Million Liter, für 6 bis 8 Wochen, damit Restzucker abgebaut werden kann, und das Bier seinen guten Geschmack erhält. Das Baarer Kellerbier (auch Zwickelbier genannt), erreicht seine Schankreife schon nach 3 Wochen.
    Sind die Tanks geleert, werden sie gereinigt. Trotz Reinigungsanlage ist die Reinigung Handarbeit, für hartnäckigen Schmutz muss der Brauer durch das Mannloch in den Tank steigen.
    Das fertig gebraute Bier ist derweil auf dem Weg Richtung Abfüllung.
    Die Männer gingen nun die 2 Schritte zurück im Brauprozess, vom Gärkeller aus ins Nachbargebäude und mit dem Lift nach oben zum Whirlpool. Die aus der Würzepfanne im Sudhaus kommende Würze geht hier allerdings nicht etwa zum Wellness, sondern wird wieder geklärt. Auch hier nutzen, wie Janick erklärt, die Brauer wieder physikalische Prinzipen aus. Die Würze wird durch seitliche Einfüllung in den Whirlpool geleitet und erzeugt dadurch selbständig eine Rotation. Dabei setzen sich Eiweisse und Hopfenreste durch die herrschenden Zentripetalkräfte innerhalb von 30 min in der Mitte des Whirlpool-Bodens als sogenannter Trubkegel ab. Die Würze wird so auf natürliche Art geklärt.
    Die geklärte Würze kann nun im Plattenkühler im Gegenstromprinzip innerhalb von 45 Minuten von ca. 90°C auf 7°C abgekühlt werden, ohne dass der Kühler verstopft wird. Neben dem Kühler befindet sich ein grosser Eiswasserspeicher. Die Wärme wird grösstenteils wieder im Sudhaus verwendet.
    Warum dieser grosse Temperatursprung? Das sehen die Männer eine Etage tiefer. Hier beginnt der Gärprozess und der Würze wird Hefe zugefügt. Diese mag niedrige Temperaturen und würde bei hohen Temperaturen abgetötet und somit unwirksam.

    Gebraut wird nicht wie in anderen Brauereien in grossen Gärtanks aus Edelstahl, sondern im sogenannten Offenverfahren. Die Würze wird in eines der 8 grossen Becken eingeleitet. Jeder Bottich fasst 14 000 Liter. Hier kommt die Hefe zur Würze und der Gärprozess beginnt. Es gibt 2 Grundarten der Hefe, wobei jede ihre Vorlieben hat: untergärige Hefe gärt bei 7-12°C, setzt sich beim Brauprozess im Bier ab und wird für relative geschmacksneutrale Biere wie Lager oder Pils verwendet. Obergärige Hefe mag es etwas wärmer. Sie gärt am besten bei 18-24°C und wird für fruchtige Biere verwendet: Kölsch, Alt, Ale, IPA, Guinness oder Weizenbier.

    Gemäss weltweit bekanntem deutschen Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 werden zum Brauen nur 3 Bestandteile verwendet: Wasser, Gerste und Malz. Wo kommt also jetzt die Hefe her? Hefe war damals um 1500  noch nicht bekannt. Die Gärung setzte sich spontan durch in der Luft umherschwirrende wilde Hefezellen in Gang. Erst  Mitte des 19. Jh. wurde die Hefe untersucht und man begann mit gezielter Hefezucht. Die Braui Baar züchtet die eingesetzte Hefe selbst und vor Ort.

    Durch die Gärung steigt die Temperatur im so genannten Jungbier um 3°C. Das Jungbier in den Bottichen muss nicht gerührt werden. Durch den Gärprozess und aufsteigendes Kohlendioxid entsteht ausreichend Bewegung im Bottich, so dass sich Hefe und Würze mischen. Oben auf dem Jungbier entsteht Schaum, die sogenannte Kräusen. Auch Reste von Hopfen und teilweise Malz setzen sich dort ab. Das kann stellenweise schmutzig braun aussehen.
    Die Kräusen fallen bei nachlassender Gärung in sich zusammen und die Reste werden abgeschöpft. Hat das Bier die beabsichtigte Stammwürze erreicht, ist das Jungbier fertig. Die Stammwürze wird mit Spindeln gemessen, die in das Jungbier eingetaucht werden.
    Die Hauptgärung ist nach ca. 1 Woche abgeschlossen.

    Das Jungbier nimmt nun den Weg in den Gärkeller, um dort die nächsten Wochen zu reifen. Die Männer hatten den Gärkeller bereits besichtigt und machten sich auf den Weg zur letzten Station: der Abfüllung.

    Dabei übersprangen die Männer die Filtration, wo die letzten Trübstoffe erfasst werden. Hier entsteht das klare, glanzfeine Bügel-Spez oder das Goldmandli 1862-Orignal. Ungefilterte Biere wie das Urhell naturtrüb wird auf die gleiche Weise gebraut, schmeckt aber anders als das gefilterte Bier. Je mehr gefiltert wird, desto weniger Aromaträger verbleiben im Bier, es ist jedoch haltbarer. Baarer Bier enthält keine Konservierungsstoffe.

    Bevor es in die Abfüllung ging, zeigte Janick den Teilnehmern noch das Baarer Biersortiment und beschrieb die Eigenschaften der einzelnen Biere. Seit einigen Jahren wird in Baar auch alkoholfreies Bier gebraut. Die Anlage kann mit Membrantechnologie bis zu 30 hl am Tag entalkoholisieren. Zudem wird nicht nur Baarer Bier am hiesigen Standort gebraut. Neben dem Standardsortiment werden auch immer wieder Spezialbiere gebraut, wie beispielsweise zum Jahresende das Festbier, ein stärkeres Lagerbier. Anfang des nächsten Jahres wird es wieder ein 7-prozentiges Bockbier geben, welches bis dahin ein halbes Jahr im Tank gereift sein wird. Die Hopfendolden für dieses Bier konnten interessierte Besucher im Rahmen eines Hoffestes der Brauerei Mitte diesen Jahres von den Hopfenpflanzen trennen.

    Gefiltertes Bier wird vor der Abfüllung in Drucktanks mit einer Kapazität von 320 Hektoliter zwischengelagert. Die Abfüllung erfolgt bei Gegendruck und unter Schutzgasatmosphäre. Damit wird Schaumbildung beim Abfüllen verhindert und sichergestellt, dass das Bier nicht in der Flasche weitergärt. Das Baarer Bier wird entweder in Fässer, sogenannte Keggs, oder in Flaschen abgefüllt. Pro Stunde können maximal 30 Fässer abgefüllt werden.
    95% der Bierflaschen werden retourniert und ca. 60 mal wiederverwendet. Die Flaschen machen auf den Metallbändern zwischen Reinigung und Abfüllung viele und laute Geräusche. Da die Abfüllung am Abend nicht in Betrieb war, spielte Janick den Männern die Geräusche „vom Band“ vor. Der Bügel der Flaschen vom beliebten Bügel-Spez wird von Hand verschlossen, da eine Automatisierung sich bei einer Brauerei dieser Grössenordnung nicht lohnt. Das Bier kommt nun ins Lager mit einer Kapazität von 1600 Paletten. Von dort aus wird es in Gaststätten, Geschäfte oder direkt in die Braui eigenen Getränkemärkte, entweder direkt an der Brauerei oder in Steinhausen – günstig gelegen für die Knonauer – geliefert.

    Damit war die interessante Führung beendet. Janick begleitete die Männer ins Braui Restaurant zur Bierdegustation und verabschiedete sich. Die Männer beschlossen den Abend mit verschiedenen Bieren, angeregten Diskussionen über die Brauerei und einem feinem Essen, beispielsweise Wildbratwurst oder Cordon Bleu.

    Wie schon vor 10 Jahren war der Besuch der Brauerei ein einzigartiges Erlebnis, welches den Männern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

    Die nächsten spannenden Veranstaltungen der MännerSache für das Jahr 2025 sind schon in Planung.

    21  Männer aus dem Knonauer Amt versammelten sich am 30. Oktober 2024 vor der Braui Baar, um die Geheimnisse des Gerstensafts kennenzulernen, und um diesen zu degustieren. Mit dieser Veranstaltung in der Braui startete vor gut 10 Jahren die MännerSache, und nach inzwischen unzähligen interessanten Veranstaltungen kehrte sie erneut hierher zurück.
    Für manch einen Teilnehmer war es ein schönes Erinnern und ein Schauen nach Veränderungen, manch andere waren das erste Mal bei der MännerSache dabei oder sogar das erste Mal in einer Brauerei.

    Rückblick |Männergruppe erkundet die Welt der heutigen Stromerzeugung

    Versorger für das Knonauer Amt – ein Blick auf die aktuelle Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen des EKZ

    23 interessierte Männer der MännerSache Knonau wurden auf der Insel des Kraftwerkes Dietikon von Paul Löhrer, ebenfalls Knonauer, und Roland Suter empfangen. In zwei Gruppen wurden die beiden Kraftwerke am Standort detailliert besichtigt.

    Die heutige Grien-Insel wurde künstlich geschaffen. Über einen Kanal wurde Wasser zum mechanischen Antrieb für 230 Webstühle der neuen Baumwollweberei und weiterer industrieller Nutzung angestaut, wodurch die Insel entstand. Dort dann wurden Turbinenhäuser gebaut, die 1908 vom EKZ übernommen wurden.

    Anfang der 1930er Jahre wurde das Werk komplett erneuert und ab 2001 ein flussabwärts liegendes Naturschutzgebiet geschaffen.

    Nachdem die Konzession für das EKZ 2017 erneuert worden war, konnte das Kraftwerk umgebaut werden. Dazu wurde der Wasserkanal vollständig trockengelegt. Es ist nun das einzige Kraftwerk der Schweiz mit drei Fischtreppen und einem Horizontalrechen (dem grössten in der Schweiz), so dass keine grösseren Fische in die Turbinen gelangen. Es ist somit umweltfreundlicher und vor allem fischfreundlicher und es wird mehr Strom erzeugt.
    Heute ist es eines der modernsten Kraftwerke mit beträchtlichen 80% Wirkungsgrad. Maximal fliessen 112 m³ Wasser pro Sekunde durch die Turbinen. Das entspricht ungefähr der Hälfte des in einem Wintermonat den Rheinfall hinunterfliessenden Wassers.

    Durch die relativ kleinen, fischfreundlichen Öffnungen kann dennoch genügend Wasser zu den Turbinen gebracht werden, da die Einlauffläche durch eine spezielle 45°-Stellung starkvergrössert wird.

    Feste Bestandteile, wie im Wasser schwimmende Holzstämme, werden automatisch entfernt. Die festen Bestandteile werden gesammelt und über ein spezielles Tor an den Turbinen vorbei flussabwärts geschickt. Nichts geht dem Fluss verloren. Für uns wurde die Anlage sogar ausserplanmässig gestartet.

    Weiter ging die Tour zur ersten Fischtreppe. Über spezielle Wasserführungen und Strudelbildung werden die Fische an den Turbinen vom Unter- zum Oberlauf geführt. Anfangs wurde die Treppe nicht von den Fischen angenommen. Erst nachdem man Gestein aus dem Oberlauf des Flusses (Linth)im Kanton Glarus in der Treppe platziert hatte, kamen die Fische zurück. 
    Früher zählte man die Fische von Zeit zu Zeit, heute gibt es innerhalb der Fischtreppe eine automatische Fischzählanlage.Hauptsächlich passieren Barben und Schleien, inzwischen jedoch auch Edelfische wie Forelle und einzelne Lachse die Anlage.
    Für Schiffe gibt es ebenfalls eine Anlage, um das Werk passieren zu können.

    Schliesslich ging es zum Herzstück der Anlage, zu den beiden grossen Turbinen und Stromgeneratoren. Direkt nach dem Betreten der Turbinenhalle konnte man auf einem Podest den ersten grossen, knallroten Generator bestaunen. Er liefert ebenso wie sein baugleicher Bruder mit 16000 V ins Übertragungsnetz des EKZ ein. Zusammen speisen sie 3700 kWh ins Netz ein und tragen damit beträchtlich zur Energieversorgung des Kantons bei. Das Kraftwerk ist eines von nur zwei Wasserkraftwerken des EKZ. 

    Vorbei an der beeindruckenden Mess- und Überwachungstechnik, einigen historischen Utensilien und Bildern ging es wieder ins Freie, zum Auslauf des Kraftwerkes. Zufällig kam die Gruppe genau in dem Moment, als der Reinigungskanal wieder geöffnet wurde, und die Männer den beeindruckenden Wasserstrudel beobachten konnten.

    Weiter ging es zu einer ausgestellten Schaufel, die einst in der alten Kaplanturbine eingebaut war. Beeindruckend die Bearbeitungsspuren von den permanent notwendigen Ausbesserungen. Dabei mussten die Fachleuchte darauf achten, dass die Turbine stets symmetrisch bleibt, ähnlich wie beim Wechsel der Pneus am Auto, dem so genannten Auswuchten. Ansonsten hätte es zu Unwuchten und Zerstörungen der Anlage kommen können.

    Weiter ging es nun flussaufwärts zum Dotierkraftwerk mit einer zusätzlichen kleineren Turbine zur energetischen Nutzung von Restwasser bei Ausleitungskraftwerken. Dies ist durch eine erhöhte Restwassermenge möglich. Der alte Flusslauf wurde mit einzelnen Einbauten, die bei dem derzeit hohen Wasserstand nicht sichtbar waren, beruhigt und in einen natürlichen Zustand versetzt. Die Turbine ist mit 800 kWh kleiner dimensioniert, und die Energie wird direkt in das 400 V Ortsnetz eingespeist. Die Männer konnten einen engen Schacht zur Turbine hinabsteigen und die Technik zur Verstellung der Turbinenschaufeln sowie die rotierende Achse aus der Nähe betrachten.

    Nachdem die Männer wieder aufgestiegen waren und das Turbinenhaus verlassen hatten, sahen sie die grossen Wehre, die das Wasser bei den jetzigen Wassermengen auf über 3 m Höhe anstauen.

    Das Kraftwerk mit Hauptanlage und Dotierkraftwerk kann im Kanton bis zu 4500 4-Personen-Haushalte versorgen. Zusätzlich wird auf allen Dächern der Kraftwerksanlage und der umliegenden EKZ-Gebäude Solarstrom erzeugt.

    Wird ein Not-Stop des Wasserkraftwerkes nötig, werden die Turbinen runtergefahren und die Wehre geschlossen. Das hat beträchtliche Folgen. Es entsteht eine kleinere Flutwelle, die bis Schlieren zurückfliessen kann. Und die Turbinen sind beim kurzfristigen Abschalten so hohen Belastungen ausgesetzt, dass eine 2-wöchige vorbeugende Wartung nötig wird, bevor das Kraftwerk wieder ans Netz gehen kann. 
    Bei extremem Hochwasser sind die Kraftwerksanlagen vor Überflutung geschützt. Sie müssen jedoch abgeschaltet werden und können keinen Strom liefern.

    Zum Abschluss trafen sich beide Gruppen im obersten Geschoss des Hauptgebäudes zu einem Apéro um über das Erlebte zu diskutieren. Einige Männer gingen auf die Terrasse und genossen den Apéro bei einer fantastischen Sicht auf Zürich und die umliegenden Berge.

    Nach dem Besuch des Stromhaus Buurewiesen in 2023 war dies der zweite Anlass zum Thema regenerative Energieversorgung und speziell Wasserkraft. Bei entsprechendem Interesse macht MännerSache gerne eine weitere Veranstaltung dazu. 

    Interessenten melden sich doch hierfür beiMännerSacheKnonau@gmx.ch.

    Rückblick | Männergruppe erkundet die Welt der Stromerzeugung im Stromhaus Burenwisen

    Ein Blick auf die verschiedenen Arten der Energieerzeugung und die erstaunliche Leistung eines Hamsters in Wattstunden

    Am 8. November 2023 wurden 11 neugierige Männer der MännerSache Knonau im Rahmen eines faszinierenden Ausflugs in die Welt der Stromerzeugung zum Stromhaus Burenwisen des EKZ in Glattfelden von Paul Löhrerempfangen, ebenfalls ein Knonauer und ehemaliger Leiter Bau, und somit ein profunder Führer für diesen Abend.

    Das Stromhaus ist ein schon in den 1976er Jahren stillgelegtes Kraftwerk, wird aber glücklicherweise nicht abgerissen oder abgegeben, sondern vom EKZ als Museum und Bildungsstätte erhalten. 

    Paul führte die Männer durch die Geschichte dieses Kleinods des EKZ und gab einen Überblick über die aktuelle und zukünftige Energieversorgung.

    1878 wurde das weltweit erste Kraftwerk der Welt in Paris zur damaligen Weltausstellung in Betrieb genommen. Bereits 1879 folgte das erste Kraftwerk der Schweiz in St. Moritz. Das Kraftwerk Glattfelden wurde 1922 vom 1890 von der Gesellschaft für Elektrizität AG Bülach übernommen und wurde 1925 komplett umgebaut.
    Die heute noch zu besichtigende Kaplanturbine stammt aus dem Jahr 1925, ist also fast 100 Jahre alt. Um die grossen Belastungen der rotierenden Turbine aus Stahl aufzufangen, war deren Lager aus Hartholz (Pockholz) und musste regelmässig gewechselt werden. Die Turbine, die 240 kW lieferte, ist heute geöffnet und die Männer inspizierten interessiert das Innere. Sie reichte damals zur Versorgung von knapp 300 Haushalten. Beim heutigen viel höheren Energieverbrauch der Haushalte würde das bei weitem nicht mehr ausreichen.

    Der Betrieb des Kraftwerkes mit einer Turbine benötigte damals fünf Mann, heute unvorstellbar. Besonders im Unterlauf wurde die Energie der Glatt für viele Wasserkraftwerke genutzt. Nach grossen Überschwemmungen im Jahr 1968 wurden mit der beschlossenen Renaturierung der Glatt diese Wasserkraftwerke und damit auch das Kraftwerk Burenwisen stillgelegt. 

    Kein Land nutzt die Wasserkraft so stark wie die Schweiz, die reich an Flüssen und Seen ist. Neue Kraftwerke werden weitmöglichst als Regel- oder Pumpspeicherkraftwerke zur effektiven und sogar mehrmaligen Nutzung des Wassers gebaut. Das seit knapp 10 Jahren am Netz befindliche Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern war über fast zwei Jahrzehnte die grösste Baustelle der Schweiz.

    Anschliessend tauchte die Gruppe in die Welt der Solarenergie, Windkraft und Biomasse ein.
    Diese machen nur etwa 2% des Schweizer Energiemixes aus. Davon wiederum ein kleiner Anteil wird aus Biomasse gewonnen, wie in der Biomasseanlage in Ottenbach. Aber hier macht quasi „auch Kleinvieh Mist“, und das sogar CO2-neutral, da in der Schweiz nicht extra Pflanzen zur Energiegewinnung angebaut werden, sondern vorhandene, sonst ungenutzte Biomasse verwendet wird.
    Zudem werden immer mehr und grössere Windkraftanlagen installiert. Das EKZ besitzt sogar Anteile von Anlagen in Spanien.
    Die Sonne liefert ein Mehrfaches an Energie, als die Schweiz benötigen würde. Ein Teil davon lässt sich mit Photovoltaikanlagen nutzen, beispielsweise als Solaranlagen bei Eigenheimen auf dem Hausdach. Aufgrund geänderter Belastungen müssen dann vom Stromversorger oftmals die Versorgungsleitungen angepasst werden, bis hin zum Ausbau oder gar Neubau von Transformatorstationen, bevor dieseAnlagen in Betrieb gehen können.

    Im Stromhaus konnten die Männer auch eine Sammlung aller Haushaltsgeräte, Lampen, Heizungen, erste Kocher und sogar einen der ersten Geschirrspüler besichtigen. Interessant waren auch die zerstörten Exponate, die aus defekten Installationen stammten. 

    Zum Schluss konnten einige Männer noch am Ergometer selbst Strom erzeugen und erfahren, welche Energie und vor allem Ausdauer nötig ist. Filme zeigten beispielsweise einen Hochleistungssportler der eine Toastscheibe leicht anzurösten vermochte. Die Männer erreichten eine Leistung von ca. 300 W, der Sportler mehr als das Doppelte. Ein Hamster wiederum schafft ca. 1 W, mit 1000 Hamstern könnte man also einen Staubsauger oder einen Wasserkocher betreiben.

    Doch nicht nur die Stromerzeugung selbst, sondern auch die effiziente Nutzung wurde am Beispiel verschiedener Generationen von Strassenlaternen gezeigt. Heute wird mit halbem Energieeinsatz eine deutlich bessere Ausleuchtung erreicht.

    Im Stromlabor kann man ausprobieren, wie Strom erzeugt wird und auch – auf sichere Art – Strom spüren. Leider ging die Zeit zu schnell um, als dass die Männer hier in Ruhe hätten experimentieren können.

    Es war ein unvergesslicher Abend, den die Männer bei einem offeriertem Apéro und reger Diskussion abschlossen. Mitte 2024 wird die Männersache Knonau eine Exkursion zum heutigen Wasserkraftwerk Dietikon unternehmen. Interessenten können sich gern melden an MännerSacheKnonau@gmx.ch und werden frühzeitig über das genaue Datum informiert.

    Rückblick | Ein Japangefühl in Knonau

    Am 21. Juni 2023 trafen sich mehr als 15 Männer zu einer besonderen Veranstaltung in der ersten und unsere Wissens bisher einzigen Sakebrauerei  der Schweiz: „YamaSake“ in Knonau Vorderuttenberg.

    Die Gruppe der Männersache Knonau wurde von Sakebrauer Oliver Weibel empfangen, von dem die Männer viel über Geschichte und Produktion des Sake erfuhren, bevor sie durch die kleine Brauerei geführt und sich die Details anschauen und erklären lassen konnten. 

    Ein Teil der Gruppe hatte schon Kenntnisse zu Sake, jedoch nicht vertieft. Zudem existieren viele Klischees über das 1000-jährige Getränk. Es ist kein Reiswein. Er wird weder wie Wein vergoren noch gebrannt sondern gebraut. Er ist also eher ähnlich einem Bier in der Herstellung und wird kühl wie Weisswein aus eher kleinen Gläsern getrunken.

    Die Geschichte des Sake in der Schweiz begann mit einem japanischem Kochbuch und dem wachsendem Interesse für japanische Kultur sowie einer ersten Reise nach Japan vor knapp 20 Jahren. Schliesslich wurde vor 5 Jahren der Entschluss gefasst, selbst Sake zu brauen. In Knonau wurde hierfür ein geeigneter Ort gefunden.

    Die Zutaten sind wichtig für eine gute Qualität. Zuerst der Reis, der speziell poliert wird, wobei für sehr guten Sake-Reis die Hälfte oder gar bis zu 80% des Reisgewichts verloren geht. In Europa ist dieser polierte Reis bislang nicht erhältlich und wird ebenso wie der spezielle Edelpilz und die Hefe aus Japan eingeführt. Zum Brauen wird Schweizer Wasser verwendet, das einen viel höheren Härtegrad als in Japan hat und somit einen besonderen Schweizer Geschmack bringt.

    Der polierte Reis wird speziell gedämpft, danach beginnt im Gegensatz zum Bier der Brauprozess mit einer Starterkultur, es folgt eine grössere Kultur, bis schliesslich der Ansatz, der gesamte Reis und das Wasser in einem Tank vergoren werden. Es laufen somit zwei Prozesse, eine doppelte Fermentation, ab. Nach ca. einem Monat ist der Gärprozess abgeschlossen und die Sake kann reifen.

    Zum Brauen werden fast 50% Reis als Rohstoff benötigt, welcher nach der Gärung als wertvolles Nebenprodukt übrigbleibt. Dieser so genannte Sake Kasu kann weiter für Suppen, Saucen oder auch Desserts verwendet werden. In Japan in jedem Lebensmittelgeschäft erhältlich, und nun auch in Knonau.

    Der Besichtigung schloss sich eine Sake-Verkostung und ein reichhaltiger, sehr feiner japanischer Apéro riche an. Beides bot für die Teilnehmer ungewohnte Geschmacksvarianten in grosser Vielfalt. Die feinen Speisen wurden vom japanischen Private Chefkoch Masayuki Ito meisterlich zubereitet. Lange wurde noch untereinander und mit Sakebrauer Oliver Weibel diskutiert, bevor nach kurzweiligem Abend der Heimweg angetreten wurde.

    Es war ein unvergesslicher Abend , an dem die Männer einen kleinen Teil der vielfältigen japanischen Kultur und Tradition erfahren konnten.